Wochenendausbildung "Retten und Bergen" in Überlingen

18./19. 1992 von Uli H.

Fazit: Warm war's, schön war's und nötig war's auch.

Zum allgemeinen Lieblingsthema "Retten und Bergen" (oder so ähnlich) hatte Uli H., allseits bekannt als Vereinsoberausbilder, an nämlichem Wochenende ein 'Seminar' angeboten. Die Voraussetzungen waren prima, Bombenwetter, das viel Publikum versprach (wurde gehalten), relativ gute Sicht - bis nach Konstanz rüber. Wir wollten zwar in Überlingen zelten, war'n aber viiiel zu spät, um bei dem Wetter noch unterzukommen. Also sind wir erst mal ins Wasser, Zeltplatz? Schau'n mer mal!

Vom Parkhaus aus östlich ein paar Meter am Ufer entlang ist eine Treppe (außerdem schöne große Steine unter Wasser und gelegentlich Wellengang), ein guter Platz, meinte Uli. Anrödeln und rein. Zum "Warmwerden" ABC-Tauchen. Erste Übung: Bergen eines Gerätetauchers durch einen ABC-Taucher aus 5 m Tiefe, Inflator darf nicht benutzt werden, schleppen ans Ufer, Ausziehen (Geräte, natürlich) und auf die Ufermauer hochtragen (ca. 3 m).

Den Taucher hochholen (Angucken, Kopf überstrecken, Mundstück festhalten und selber nicht außer Atem kommen) ging ja noch, Schleppen (Weste gleichzeitig aufblasen, Beatmung durch den Schnorchel andeuten) war eher der "leichte" Teil (so ein Taucher schwimmt prima), Hochtragen: also wie war das noch: auf das Knie setzen (Scheiß Wellengang), über die Schulter (hier kann man kaum stehen) und zur Treppe tragen (Steine: siehe Wellengang) und hoch (Fazit: alle Taucher haben Übergewicht), stabile Seitenlage und dann die Preisfragen von Uli: Wie stellt man Puls und Atmung fest, wie beatmen, Herzmassage, Schockdiagnose, Pupillenreflex (die Antworten sollten ja jedem bekannt sein) und dann kam's:

Wo ist die nächste Telefonzelle, welche Nummer hat die Druckkammer Überlingen, welche Notrufnummer, wenn kein Dekounfall vorliegt. Oha! Na, wer weiß es? Da waren teilweise noch Hausaufgaben zu machen. Soweit so gut.

Bergen eines ohnmächtigen oder erschöpften Tauchers durch einen anderen Taucher aus 15 m Tiefe, dabei nicht schneller als 10 m/min aufsteigen, auf Stoppmöglichkeit in 3 m achten, Verunfallten anschauen, usw., Schleppen ans Ufer, siehe oben. Alles nicht so einfach, aber eben Übungssache. Das war's am Samstag. Gemütlicher Ausklang, Flaschen füllen usw. und noch einen Nachttauchgang (mir war das zu kühl). Schön war's.

Sonntag: Das Ganze nochmal (aber aus 20 m) und ein bisschen Tauchgang.

Fazit: Ich hatte so einen Kurs auf jeden Fall nötig und werde noch einige Male üben müssen, bis das sitzt. Eine Aufstiegsübung oder sonstige Teile des Seminars könnte man ohne Aufwand bei jedem Tauchgang wiederholen.

Noch ein Dankeschön an Uli, mir hat's Spaß gemacht.

HUGH!! Unser Unterwasser-Schamane Uli Egert hat gut gesprochen