4. Dezember 1999 von Bine

Für so manchen ist die Vorweihnachtszeit noch stressiger als der übliche Arbeitsalltag: Es müssen Geschenke gekauft werden, Weihnachts- und Silvestervorbereitungen getroffen und oft beruflich noch so einiges im alten Jahr zu Ende gebracht werden. Und dann sind da die Weihnachtsfeiern. Noch mehr Termine. Bestimmt geht so mancher mehr aus Pflichtgefühl hin und hätte lieber zu Hause seine Ruhe.

Für mich war es letztes Jahr jedenfalls solch eine Stresszeit. Irgendwie kamen sich alle Termine in die Quere, und der Termin unserer TCTT-Weihnachtsfeier fiel auch noch ausgerechnet auf einen Abend, den ich eigentlich gemütlich zu Hause verbringen wollte. Nun hatte ich mich ja schon länger nicht mehr im Training blicken lassen und beschloss, „mal gucken zu gehen“. Wenn ich dann sowieso schon unterwegs war, konnte ich ja auch gleich noch auf dem Barbara-Fest im Geologischen Institut vorbeischauen.

Als ich im Haxenwirt ankam, waren viele schon da. Mit ein paar einfachen Mitteln war unsere Stammkneipe eine richtige kleine Weihnachtsstube geworden. Gemütlich und zwanglos ging es einher, es roch nach Kaffee und Gebäck und ich fühlte mich sofort wohl. Mein ganzer Stress blieb einfach so auf der Straße stehen. Ich hingegen quetschte mich mitten in fröhliche Gespräche und freute mich über bekannte Gesichter, die ich länger nicht gesehen hatte und über neue, die ich kennenlernte (als Neuzugang kenne ich noch längst nicht alle im Club!).

Während des weiteren Abends kamen immer wieder Gäste. Einige blieben nur kurz, andere gingen schon früher, aber die meisten ließen sich zumindest die spätere Pizza nicht entgehen (über die es allerdings geteilte Meinungen gab... unser Tisch nahm es mit Humor: die „Belag-und-Reste-Tauschbörse“ florierte). Für Kurzweil sorgte das weitere Programm, welches sich ganz zwanglos ergab: Joe-Productions zeigte den gut gelungenen Film der Hyères-Fahrt, die Jugend freute sich über die Weihnachtsfrau Marlies (ich finde, wenn es seit neuestem weibliche Nikolause gibt, sollten in Zukunft auch die Erwachsenen Geschenke bekommen!), Thomas G. zeigte schwäbelndes Entertainment. Nicht vom Nikolaus, aber von der Jugend und vom Bronzekurs bekamen ein paar Erwachsene doch Geschenke, als Dank für die Betreuung. Tom hat jetzt endlich etwas Vernünftiges zum Anziehen.

Einige der akademischen (man sollte ja fast schon sagen: biologischen) Fraktion entschwanden gegen 23.00 Uhr zum Barbara-Fest, so auch ich. Vom restlichen Abend im Haxenwirt weiß ich also nichts mehr zu berichten. Vermutlich hat jeder diese Weihnachtsfeier anders erlebt und empfunden – dies ist nur eine ganz persönliche Sicht