Das Becken im Uhlandbad

von Felix am 13.12.2025

Wir trainieren zwei Mal die Woche, einmal am Montagabend im Uhlandbad ab 20:30 Uhr (fertig umgezogen im Wasser) und Donnerstags um 20 Uhr im Hallenbad Nord. Ab ca. 30 Minuten vor Beginn der Wasserzeit tauchen die ersten in der Eingangshalle des Schwimmbads auf und 15 Minuten vor Beginn zückt eine:r oder mehrere die magische Karte und alle gehen einfach so, ohne zu bezahlen, durchs Drehkreuz.

Geduscht und umgezogen warten wir die letzten Minuten, bis die Gruppe vorher fertig ist und das Becken freigibt. Der Moment der Wahrheit, wenn es darum geht, ohne eine Miene zu verziehen ins „kalte“ Wasser zu steigen.

Einige schwimmen sich gerne über ein paar Bahnen ein, schon mit Taucherbrille, Schnorchel und Flossen, andere tauchen direkt ab und halten sich eher am Boden des Beckens auf (mit kurzen Atempausen an der Oberfläche).

Einschwimmen

Am Grund liegen

Dann wird es spannend, wer hat sich was überlegt oder möchte das Training leiten? Es dürfen wünsche geäußert werden! Mit Michael wird’s anstrengend, wenn David ansagt was zu tun ist braucht man einen langen Atem und Jens zeigt dem Tauchclub gerne, wie man schwimmt, dass, falls man sich mal vertaucht hat und zum Boot zurückschwimmen muss, wenigstens der Kraulstil beeindruckt.

Im Prinzip geht es bei allen Übungen um Kraft, Ausdauer, Technik, Koordination, Wasserlage, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten oder das Kennenlernen der Reflexe.

Zu wissen, dass man ohne Luft noch 25 m weit kommt, kann den einen oder die andere beruhigen. Mit minimalem Querschnitt und leichten Bewegungen durchs Wasser zu gleiten, ruhig und effizient, ist eine der schönsten Übungen. Stattdessen so schnell wie möglich zwei Bahnen zu schwimmen (gelegentlich sogar ein Schwimmbrett vertikal vor sich herschiebend), die Taucherbrille abzusetzen und mit dem Gesicht im Wasser zu liegen und „ruhig“ durch den Schnorchel ein- und die Nase auszuatmen soll den Umgang mit dem Wasser-Nase-Reflex trainiert.

Eine weitere wenig beliebte Übung, die aus dem Repertoire der Kampftaucher stammen soll, nutzt einen schweren Gummiring (geschätzt ca. mindestens 5 kg, Tendenz steigend), der in der Reihe, über den Kopf, nach hinten weitergegeben wird. Der Letzte in der Reihe bringt ihn wieder nach vorne und gibt ihn wieder nach hinten weiter. Dabei sollen die Ellenbogen trocknen.

Beim Wahltauchen wird der Tauchstil gewählt, mit Flossen oder ohne, mit normalem Flossenschlag oder Delfin. Bzw. beim Waltauchen wird nur einmal am Ende und auf der Hälfte ein Atemzug genommen. Das wird dann über 50 oder 100 Meter gemacht.

Durch Ringe tauchen oder Staffelspiele, auf dem Rücken, sich um die eigene Achse drehend, wobei die größte Herausforderung ist sich für den Rückweg an die Drehrichtung zu erinnern und diese umzukehren, und viele andere Übungen die teils spaßig, anstrengend, lustig oder kurios sind, schön sind sie alle.

Menschen beim Training

Dann, wenn das Personal des Schwimmbades schon auffallend häufiger auf die Uhr schaut, und nur noch wenige Minuten bleiben, wird gerne noch Zeittauchen gemacht. 30 Sekunden ohne Luft, vielleicht sogar 45s. Eine Minute mit Luft, 1,5 Minuten, und wenn man glaubt es geht nicht länger taucht man noch die 25 Meter durch auf die andere Seite.

Wer möchte darf sich anschließenden beim gemütlichen Zusammensitzen mit einer heißen Schokolade oder einem Tiramisu belohnen.

Noch vor der heißen Schokolade