1990

I. Serie

OSM-Karte Rotes Meer

Da das Rote Meer in den letzten Jahren an taucherischem Interesse, auch in unserem Club, immer mehr zugenommen hat, habe ich vor, euch dieses Tauchgebiet – und zwar nicht nur die Besonderheiten unter, sondern auch über Wasser – näher vorzustellen.

Um die Länge der Artikel zu begrenzen und da sich die Ausflugsziele aufgrund noch fehlender Anlagen in dieser Region für den Taucher begrenzen, werde ich nicht alle Aspekte vertiefen und mich größtenteils auf den ägyptischen Teil des Roten Meeres und den Sinai beschränken.

Mit folgenden Oberthemen werden sich die Artikel in dieser und den nächsten erscheinenden Clubzeitungen befassen:

  • Geologie
  • Sinai – Camping oder Hotel?
  • Hurghada
  • Ras Mohamed
  • Safaga
  • Biologie

Geologie

Das Rote Meer ist insgesamt 2.300 km lang, 150–355 km breit. Die mittlere Tiefe beträgt 431 m, die größte 2.359 m. Es bedeckt eine Fläche von fast 0,5 Mill. km².

Durch die besonderen hydrographischen Verhältnisse (zu denen später noch etwas eingeführt wird) konnten sich eigenständige Riffprovinzen bilden.


Vom Norden wird das Rote Meer durch die Sinaihalbinsel in den Golf von Suez und in den Golf von Aqaba geteilt.

Der Golf von Aqaba hat ähnlich wie das Rote Meer im Süden einen schmalen, flachen Eingang – die Straße von Tiran. (Eine Inselgruppe mit mächtigen Riffen und einer untermeerischen Silwelle in 170 m Tiefe.) Die Gesamtlänge beträgt 180 km, die maximale Breite 25 km, die Tiefe kann bis 1.830 m gehen.

Der Golf von Suez ist viel flacher als der Golf von Aqaba und taucherisch kaum reizvoll. Die Angaben schwanken zwischen 55–90 m maximaler Tiefe. Er zeichnet sich vor allem durch die vielen mobilen Probebohrtürme aus, die man in großer Zahl auf der Fahrt von Suez nach Sharm el-Sheikh beobachten kann.

Die geologischen Strukturen bestehen aus einer Reihe von Blöcken, die im Laufe der Erdgeschichte gehoben und gesenkt wurden. Aufgrund zahlreicher Probebohrungen im Golf fand man vor allem in letzter Zeit viel Erdöl, das sich in Strukturen angereichert hat, die durch die Verlagerung der Blöcke entstanden.

P.S. Falls Ihr noch ergänzendes Material zu diesem Thema habt oder eigene interessante Erfahrungen in diesem Gebiet gemacht habt, wäre ich für jeden Artikel (sei er noch so klein) dankbar. Danke!