12. bis 14. November 1999 von Simon Mader, Peter Pöhler und Vera Weisbecker

"Eigentlich sind wir doch alle nur Statisten..." meinte Sven beim Runterquälen seiner fast kühlschrankkalten Kräuterflädle. Zu solchen philosophischen Gedankengängen brachte Sven und den Rest der Mannschaft nicht nur das schlechte Essen in der "Orangerie" schräg gegenüber vom Haus Roland am Bodensee (genauso, wie sich der Name anhört, hat es auch geschmeckt), sondern natürlich auch das allzu kalte (10° C !!!!) Bodenseewasser.

(Anm. der Redaktion: So geschehen anlässlich des letztjährigen Austauchens vom 12. bis 14. Nov. in Wallhausen).

Trotzdem gingen alle mehr oder weniger zuversichtlich ins Wasser. Mit etwas Glück konnte man ganze Fischschwärme beobachten, Aale quälen (Jaa, jaa, Klaus!) und Krebse beobachten. Manchmal sah man aber auch gar nichts. Aber Pfahlbauten pur sind ja auch ganz nett, oder?

Auf jeden Fall waren Weicheier (Flachschwimmer, Kartenvorbesteller, Schatten- und Vorwärtseinparker, Foliengriller, Anzugpisser, Handschuhschneeballer, Airbagfahrer, Vollpensionler, Gabelnzerkauer, Randsteinschlotzer, Sockenschläfer, Trockentaucher, Grippeimpfer usw.*) nach vollendetem Tauchgang erleichtert, in die warme Dusche kriechen zu können. Besonders froh war Simon, der seine Bronzetauchprüfung zum Preis einer Unterkühlung absolvierte ("Mir ist nicht kalt!").

Dass Tauchgänge auch Gewinn bringen können, lehrte uns der Fund einer funktionsfähigen Unterwasserlampe (Prima, Christina!). Wer nicht tauchte, wurde von Linda (4) und Isabel (<1) beschäftigt. Die ca. 20 m vom Bodensee entfernte Villa "Haus Roland" hatte Platz für alle 22 Leute. Wer nicht rauchen wollte, spielte gemütlich vor einem offenen Kaminfeuerchen Karten. Auch wenn der vereinbarte Spieleinsatz "Wer verliert, muss spülen" noch aussteht (Hallo Riki).

Leider waren nur zwei Jugendliche mit auf der Ausfahrt (nämlich Simon und Peter; Anm. der Redaktion). Weiteres Highlight für die Zuschauer: Trotz guter Sicht verirrte sich ein neuer Tauchlehrer* mitten im ca. 2 m flachen Hafenbecken (nächstes Mal schaffst du es, Peter). Auch wenn sich manche Leute aus dem Auto ausgesperrt haben (vergiss den Schlüssel nicht noch mal im Auto, Norbert), waren doch alle froh, dabei gewesen zu sein.

*Worterklärung:
Flachschwimmer: Taucher, die ihr Blei vergessen haben.
Anzugpisser: Taucher, die auch bei ausgeliehenen Anzügen die körpereigene Bioheizung verwenden.
Randsteinschlotzer: Autofahrer, die schwere Probleme beim Randsteinparken haben.
Trockentaucher: Weicheier, die Angst vor Wasserkontakt haben.